die armen blogger

ich wollte gerade eine kommentar zu robert basics artikel Warum manche Leser richtig scheiße sind verfassen. es ist aber doch etwas mehr geworden als geplant, also habe ich mich entschlossen einen blogpost daraus zu machen.

wer blogt, um anerkennung zu bekommen, muss vielleicht etwas an seiner einstellung arbeiten – ich seh mich selber aber nicht als blogger, was vermutlich einfluss auf meine meinung hat.
dass die grosse masse schweigend mitliest und zur kenntnis nimmt, ohne etwas zurückzugeben, sollte allgemein bekannt sein. das ist keine neuigkeit.
wobei der blogger in gewisser weise ja doch etwas zurück bekommt, schliesslich ist es ja in nicht unerheblichem maße die anzahl der leser, inklusive der stummen leser, die den erfolg eines blogs ausmachen. zumindest sehe ich das so.
ich finde, ein blogger sollte bloggen, wenn es ihm spass macht, sich in dieser form mitzuteilen. wenn es ihm aber plötzlich nicht mehr spass macht, weil keiner kommentare schreibt, ist es vielleicht zeit, sich ein anderes hobby zu suchen. seine leser als „scheisse“ zu bezeichnen interpretiere ich als zeichen dafür, dass diese zeit bereits überschritten wurde.

das gejammere, dass zu wenig leute kommentieren, zeugt für mich davon, dass der jeweilige blogger seinen blog nur als ego-streichel-maschine ansieht – minuspunkt für den blog. aber nichtssagende kommentare wie „toll“ oder „super“ will man trotzdem nicht haben. für einen kommtar mit inhalt muss man nunmal sein hirn auf ein mindestmass hochfahren, welches (bei mir) höher ist, als einen blogpost zu lesen…und wenn ich schnell mal blogs lese, will ich mich nicht überanstrengen 😛

wenn ein blogger darüber schreibt, dass sein vater gestorben ist, muss man auch nicht erwarten, dass jeder leser sein beileid ausdrückt – aber man kann sicher sein, dass ein grosser leseranteil mitfühlt! ich habe die story auch gelesen und hatte tränen in den augen. ich sah es aber eher als seelische verarbeitung seitens des bloggers und nicht als beileids-sammlungs-box. vielleicht sollte ich sensibilitätstechnisch an mir arbeiten, ich weiss es nicht.

2 Gedanken zu „die armen blogger

  1. Ich glaube nicht das Robert sich wirklich über mangelnde Kommentare aufregt, davon bekommt er mit Sicherheit genug. Manches schreibt man, um es einfach in den Raum zu stellen. So als Ansatz zum Nachdenken, darüber schreiben, reden. Man könnte auch meinen so als kleiner Stubs in den Rücken, damit man ins Laufen kommt. 😉

  2. ich seh roberts artikel auch eher als wiedergabe dessen, was er von befreundeten bloggern mitbekommen hat. trotzdem ist es ein geeigneter anlass, sich mit diesem thema auseinanderzusetzen und zumindest für die nächste zeit werde ich esöfter mal in erwägung ziehen, einen kommentar zu hinterlassen.

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